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Kurse, Touren & Reisen

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Bergsport in der Schwangerschaft

Als für meinen Mann und mich im November letzten Jahres klar wurde, dass wir bald Eltern sein werden, stand vor allem die Freude über die kommenden Neurungen im Vordergrund. Die neue Situation wirbelte allerdings meine Freizeitplanungen trotzdem erstmal gehörig durcheinander. Bisher waren unsere Wochenenden gefüllt mit Aktivitäten draußen in der Natur - Bergsteigen, Mountainbiken, Schitouren gehen, u.v.m. betreiben wir mit Begeisterung. Ich war gespannt welche Aktivitäten mir weiterhin guttun, und wo ich meine individuelle Wohlfühlgrenze finden würde.
 


Ich habe einige Ratgeber bzgl. Sport in der Schwangerschaft gelesen, die alle sehr unterschiedliche Empfehlungen abgeben. Würde man dies alles berücksichtigen, dürfte man - überspitzt gesagt –lediglich nur mehr spazieren gehen oder Yoga betreiben. Vorweg ist allerdings zu sagen, dass ich glücklicherweise eine Schwangerschaft ohne Komplikationen hatte.  Schlussendlich habe ich all den Sport weiterhin gemacht, den ich gewohnt war, wo ich mich wohlfühlte und wo ich das Risiko entsprechend dosieren und verantworten konnte.
 
Da die ersten Monate der Schwangerschaft bei mir in den Winter fielen, ging es für mich noch häufig zum Schitouren gehen. Zu sehr liebe ich die Bewegung draußen, die Sonne und den glitzernden Schnee, die Tiefschneeabfahrten um darauf verzichten zu können. Ich kann dabei einfach herrlich abschalten, und hatte dabei sogar das Gefühl meinem Baby ganz nah zu sein.
 
Selbstverständlich kontrollierte ich das Tempo entsprechend - ich habe dazu eine Pulsuhr verwendet um im aeroben Bereich zu bleiben.  Ich weiß, dass ich sicher Ski fahre und sehr selten stürze, und konnte das Risiko – in Abstimmung mit meinem Mann – verantworten. Ich hatte große Freude daran und verspürte keinerlei Unsicherheit. Wir haben natürlich entsprechende Touren ausgewählt - nicht zu lange, kein Absturzgelände, sichere und vertretbare Lawinen- und Wetterbedingungen.


Schitour Wilder Pfaff (25. SSW)


Schitour Rangger Köpfl am Weg Richtung Windegg (15. SSW)                           
 
Einen Gutschein für eine Übernachtung am Gornergrat auf über 3000m musste ich wohl oder übel umtauschen, die Nacht in so großer Höhe zu verbringen erschien mir als zu großes Risiko für die Gesundheit unseres Babys. Grund dafür ist, dass eine Sauerstoffunterversorgung eine Gefahr für das Ungeborene Baby darstellt. Deswegen rät der Medizinausschuss der UIAA, sich ab einer Höhe über 2500 Metern drei bis vier Tage zu akklimatisieren, bis zu zwei Wochen bei starker körperlicher Aktivität.
 
Meine persönlichen Tipps zum Schitouren gehen in der Schwangerschaft

  • Lege immer wieder kleine Pausen ein und gönn dir Nüsse, Müsliriegel oder ähnliche Snacks und trinke viel Tee (schwangere Frauen schwitzen schon bei niedrigeren Körpertemperaturen)
  • Verwende zur Pulskontrolle Pulsuhren, die am Handgelenk messen, anstatt welche mit Brustgurt (ich hatte das Gefühl, dass mich dieser „einengt“)
  • Wähle ein gemütliches Tempo, sodass du noch mit deinen BergkollegInnen tratschen kannst
  • Halte dich nicht zu lange in großer Höhe auf
  • Reduziere entsprechend deiner Kondition die Höhenmeter
  • Hör auf deinen Körper, und drehe um wenn du dich nicht wohl fühlst oder keine optimalen Bedingungen herrschen - oftmals reichen auch Hütte oder Sattel als Ziel :)

 
Im Mai war ich dann bereits im 7. Monat schwanger. Der Schnee war geschmolzen, die Tiere auf den Almen und ich freute mich bereits auf den Mutterschutz. Während dieser Zeit habe ich viele gemütliche Wanderungen unternommen, hauptsächlich sanfte Wanderungen oder Gipfel mit Liftunterstützung. Diesen Sommer luden zahlreiche Walderdbeeren und Heidelbeeren zusätzlich zu Naschpausen ein :)
 
Oftmals habe ich mir schöne sonnige Plätze gesucht, dort gerastet und Entspannungsübungen durchgeführt. Ich kam am Berg so schön zur Ruhe und deshalb habe ich mir dort auch oft die positiven Geburtsaffirmationen (Hypnobirthing) angehört.
 
Meine persönlichen Tipps zum Wandern in der Schwangerschaft

  • Lege ausreichend Pausen ein
  • Nimm dir ausreichend Proviant zum Essen mit (Brot, Müsliriegel, Obst, Nüsse) und trinke immer wieder (bereits bevor Durst auftritt)
  • Zieh dir gutes Schuhwerk an, welches über den Knöchel geht
  • Benutze Stöcke zum Bergab gehen zur Entlastung der Gelenke
  • Wandere im eigenen Tempo
  • Vermeide ruckartige Bewegungen (vor allem beim Bergabgehen oder bei Kletterpassagen) oder Sprünge
  • Achte auf die Signale deines Körpers und schraube dein Level entsprechend zurück (Experten raten um etwa ein Drittel des Leistungsmaximums)



Dolomitensteig 30. SSW


Dolomitensteig 30. SSW
 
Während meiner Schwangerschaft habe ich in etwa 12 kg an Gewicht zugenommen. Gymnastik und Entspannungsübungen halfen mir Rückenproblemen entgegen zu wirken. Auch bequeme Schuhe waren mir wichtig, um die Belastung auf die Gelenke gering zu halten. Meine Schwangerschaft war mit Vorfreude und Wohlbefinden verbunden. Wenn man davor aktiv gewesen ist, muss man meiner Meinung nach nicht auf die gewohnte und geliebte Sportart verzichten. Experten meinen auch, dass Gebärende, die sich zuvor viel bewegt haben, weniger Schmerzmittel unter der Geburt brauchen. Denn je fitter man ist, desto besser werden die Anstrengungen der Wehen und der Geburt verkraftet.
 
Kurzum, meiner Meinung nach sollte man insbesondere in der Schwangerschaft Dinge tun, bei denen man sich wohl fühlt, die die Stimmung erhellen und so eine positive und gelassene Einstellung zur Geburt fördern. Ich war in der glücklichen Lage, eine rasche natürliche Geburt ohne Schmerzmittel zu erleben. Unser kleiner Jakob kam Mitte Juli kerngesund auf die Welt. Ich weiß natürlich nicht ob es einfach Glück war, oder ob mein positiver und unbekümmerte Zugang zur Geburt das Seinige dazu beigetragen hat. Wichtig ist mir wie so oft einfach nochmal zu betonen: „Hör auf Deinen Körper!“ Man spürt selbst recht gut, was man sich zumuten kann…
 
Berglerin: Christina Karner
Alle Fotos © Christina Karner
 
 
 

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